

Der SMCF
Im Segel-Motorboot-Club Friedrichshafen e.V. sind gut 300 Segler und Motorbootfahrer zusammengeschlossen. Die meisten von uns kommen aus Friedrichshafen und Umgebung.

Aktivitäten
Im Sportbereich bieten wir unseren Mitgliedern unter anderem:
- Ausbildung zum Bodensee-Schifferpatent A/D und zum Sportbootführerschein Binnen für Motor- und Segelboote.
- Weiterbildung zu prasxisrelevanten Themen,
beispielsweise „Anlegen in fremden Häfen“, „Segeltrimm für Fortgeschrittene“ oder „Spinnakersegeln“. - Segeln für Alle: Gemeinsames Sammeln von Praxiserfahrung auf den Clubbooten.
- Regattatraining und Teilnahme an Regatten.
Darüber hinaus bieten wir Veranstaltungen, bei denen das Vereinsleben im Vordergrund steht, von gemeinsamen Ausfahrten bis hin zum alljährlichen gemeinsamen Herbstball von ESV, SMCF, WVF und WYC.

Regatten
Jährlich organisiert der SMCF zwei traditionelle Regatten:
– die Graf-Zeppelin-Regatta im Mai
– die Einhand- und Oldtimerregatta im September
Darüber hinaus veranstalten wir in unregelmäßigen Abständen größere Events wie Internationale Klassenregatten.

Jugend
Jugendliche ab 14 Jahren können im SMCF im Rahmen der normalen Ausbildung das Bodensee-Schifferpatent für Segelboote erwerben.
Zudem bieten wir ein regelmäßiges Jugendtraining an.
Kinder ab 8 Jahren werden in Zusammenarbeit mit dem WYC in Seemoos auf Jollen ausgebildet.

Inklusion
Der SMCF engagiert sich für Inklusion. Unsere Angebote werden aktuell erarbeitet. Bei Interesse bitte melden!
Der SMCF veranstaltete vom 07.-09. Juni 2025 die Inklusiven Segeltage des Segelverbands Baden-Württemberg.
Hier geht es zum Nachbericht!

Unsere Clubboote
Die Clubflotte umfasst drei Segelboote und zwei Motorboote. Die Segelboote können von den Mitgliedern genutzt werden.

News
Die kleinsten Regattayachten: Die 2.4mR-Klasse kommt nach Friedrichshafen
Alpenblickregatta der 2.4mR-Klasse am 24.-26. April 2026 beim SMCF
Premiere am Bodensee: Erstmals findet eine Klassenregatta der 2.4mR-Klasse auf diesem Gewässer statt. Die europäische Seglervereinigung Action4Europe und der Segel-Motorboot-Club Friedrichshafen (SMCF) veranstalten am letzten Aprilwochenende eine dreitägige Regattaserie dieser Bootsklasse, deren Besonderheit eine bedingungslose Inklusion ist.
In Friedrichshafen steht das Wochenende vom 24.-26. April gleichzeitig im Zeichen hochrangigen Segelsports und der sportlichen Inklusion: Die 2.4mR-Bootsklasse kommt erstmals an den Bodensee, was auch zum Namen „Alpenblickregatta“ führte. Es handelt sich um eine Ranglistenregatta, die zur Gesamtwertung der europaweiten Action4Europe-Regattaserie zählt.
Wettfahrtleiter Fabian Groß wird an drei Tagen bis zu zehn Wettfahrten starten, am Sonntagmittag wird dann der Sieger geehrt. Mit Timo Seifert hat der SMCF einen aktiven Segler in dieser Klasse.
Das Besondere an der 2.4mR-Klasse: Hier wird Inklusion ganz selbstverständlich gelebt. Der eine Segler steigt eben allein ins Boot ein, der andere braucht einen Kran – danach sind die Segler völlig gleichberechtigt und kämpfen in spannenden Regatten auf Augenhöhe. Weltweit ebenso wie in Deutschland hat etwa ein Drittel der Segler in der 2.4mR-Klasse körperliche oder andere Beeinträchtigung. Die Klasse ist aufgrund des handlichen Bootsformats sehr reisefreudig und es werden weltweit Regatten ausgerichtet. Es haben sich Segler aus ganz Europa angekündigt, der SMCF erwartet ein hochkarätiges Teilnehmerfeld und spannende Regatten.
Präsident Ralf Steck freut sich über den Event: „Der SMCF hat mit den Inklusiven Segeltagen des Württembergischen Segelverbands an Pfingsten 2025 großen Erfolg gehabt, wir haben an dem Wochenende über 100 Interessenten unseren schönen Sport nahegebracht. Mit der 2.4mR-Alpenblickregatta setzen wir unser Engagement in der Inklusion fort und wir wollen diese tolle Bootsklasse fest am Bodensee etablieren – mit Regatten, aber auch in unserem normalen Vereinsleben. Deshalb freuen wir uns auch, dass wir mit Timo Seifert einen aktiven Segler in dieser Klasse haben, der diese interessante Bootsklasse zum ersten Mal überhaupt an den Bodensee gebracht hat.“
„Eine große Herausforderung“
Die 2.4mR sind „einfach zu segeln, aber eine große Herausforderung in der Regatta.“ Die ersten Schläge auf dem Boot sind sehr einfach, es ist aber sehr anspruchsvoll, in einem Feld gleichwertiger Boote mit erfahrenen Seglern nach vorn zu kommen. Diese Erfahrung musste auch Timo Seifert machen, der an unzähligen Regatten auf anderen Bootstypen am Bodensee und europaweit teilgenommen hat und seit zwei Jahren im 2.4mR mitsegelt.
Seifert hat in Regatten in Belgien, Österreich und an der deutschen Nordseeküste in die Klasse hineingeschnuppert und ist begeistert: „Einerseits ist die Kameradschaft unter den Seglern mit und ohne Beeinträchtigung wirklich enorm, andererseits ist eben anspruchsvolles, komplexes Segeln. Das Boot lässt sich sehr einfach in einem Autoanhänger transportieren und aufbauen, so dass man sehr gut in ganz Europa auf Regatten gehen kann.“
Seifert spricht über seine Erfahrungen in der 2.4mR-Klassse: „Am Anfang bezahlt man eben viel Lehrgeld. Ich habe aber auch viel Unterstützung von den erfahrenen Seglern erfahren, die mir viele Tipps gegeben haben, wie ich mein Boot schneller segeln kann. Ich freue mich darauf, die Segler in meinem Heimatclub begrüßen zu können!“
Die Bootsklasse 2.4mR
Knapp über vier Meter lang, aber ein vollwertiges Segelboot – so liegen die 2.4mR-Boote im Hafen, wie ein Segelboot, das zu heiß gewaschen wurde. Dabei handelt es sich um eine ernsthafte Rennmaschine. Die 2.4mR-Klasse gehört zu den „Meter-Klassen“ (Meter Rule, mR). Die Boote dieser Klassen sind nicht identisch zueinander, sondern viele ihrer Abmessungen erfüllen insgesamt eine Formel, deren Ergebnis 12, 8, 6, 5,5 oder eben 2,4 Meter ergibt. Dabei sind diese 12 oder 2,4 Meter nirgends am Boot zu finden, das Boot muss in seinen Abmessungen eben am Ende die Formel mit dem Ergebnis „12 Meter“ erfüllen.
Bekannteste Vertreter der Meterklassen sind die 12mR-Yachten. Auf den „Zwölfern“ wurde von 1958 bis 1987 der America’s Cup gesegelt. Die 2.4mR entstand im Rahmen der America’s Cup-Regatten 1980 in Newport (USA), wo man zu Trainings- und Promotionzwecken „Mini-Zwölfer“ baute. Aus diesen entwickelte sich der 2.4mR, der von 2000 bis zum Ende der paralympischen Segelwettbewerbe im Jahr 2020 bei den Paralympics eingesetzt wurde.
Der 2.4er wird von einer Person gesegelt und ist durch Auftriebskörper unsinkbar. Wenn ein Boot – was selten vorkommt – zu stark krängt oder durch Wellen überspült wird, kann das vollgelaufene Boot mit dem darinsitzenden Segler sicher in den Hafen geschleppt werden.
Schnell zeigte sich, dass der 2.4er sich sehr gut zur Anpassung an die Bedürfnisse von Seglern mit Beeinträchtigungen eignet. So wird das Boot für einen Querschnittsgelähmten von Fußpedal-Steuerung auf eine Handpinne umgebaut und schon kann der Segler gleichberechtigt mit anderen an Regatten teilnehmen. Das führt dazu, dass die 2.4mR-Klasse wahre Inklusion lebt: Segler mit und ohne Beeinträchtigung segeln in den Regatten völlig gleichberechtigt und in derselben Wertung – und auch mit gleichen Siegchancen.

Nächste öffentliche Termine
Mi, 04.03.2026: BSP Kursabende Theorie Navigation Übungen
Fr, 06.03.2026: Treff im Vereinsheim mit Vortrag „Navigation mit dem Sextanten wie funktioniert das?“
Mi, 11.03.2026: BSP Kursabende Theorie Wetter

Die Schussen
Unser Vereinsheim im Hinteren Hafen in Friedrichshafen besteht aus den Aufbauten der historischen Fähre „Schussen“.
Mehr zur Geschichte der „Schussen“ erfahren Sie hier:

Der Hafen
Der Hintere Hafen wird von den Bodensee-Schiffsbetrieben (BSB) verwaltet. Bitte wenden Sie sich mit allen Anfragen zu Liegeplätzen, Reservierungen etc. an die BSB.
Hafenmeister-Telefon: +49 (0) 170 12 94 797
